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22.03.2020

Kurzarbeit und Entschädigung als Folge des Coronavirus

Mich erwischte die Unsicherheit durch die Massnahmen des Bundesrates anfangs März auf dem linken Bein. Drei Tage brauchte ich, um den Fokus wieder auf meine Berufung und Herzensbusiness zu richten:
Meinen Kunden und Kundinnen in diesen schwierigen Zeiten mit Fachwissen als Supporterin zur Seite zu stehen.

Seit anfangs März führte ich viele Telefongespräche mit Unternehmern und Unternehmerinnen, die von einem Tag auf den anderen massive Umsatzeinbussen erlitten haben oder ihren Betrieb schliessen mussten. Ein Gefühl der Ohnmacht und der Starre! Und dennoch, es gibt dutzende von neuen Möglichkeiten - es geht weiter. Ausserordentliche Ideen sind gefragt!

Einer meiner Kunden konnte auf Hauslieferung umstellen, ein weiterer bietet seine Schulungen nun Online via Webinare an. Therapeuten nehmen Videos auf, um ihren Patienten Übungen zu übermitteln, um mit ihnen in Form von Webinaren oder online im Gespräch zu sein.

Es gibt aber auch Geschäfte, die in Bereichen tätig sind, wo weder das eine noch das andere möglich ist. Für diese Betriebe und Firmen mit Umsatzeinbussen mit Mitarbeitenden empfehle ich Kurzarbeit anzumelden. Neu können auch Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlöhnung im Betrieb arbeiten, Kurzarbeitsentschädigung beantragen: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-78515.html

Selbständig Erwerbenden wird neu eine Entschädigung durch die EO ausgerichtet: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/neues_coronavirus.html
Es wird ein paar Tage dauern, bis die kantonalen Behörden ihre Websites aktualisiert haben und die Links für die Formulare aufgeschaltet werden! Es braucht etwas Geduld!

Bei markanten Umsatzeinbussen oder Schliessung empfehle ich,

- das Gespräch mit der Hausbank für ein Darlehen oder Kontokorrent (Konto Überziehung) zu suchen,

- mit dem Vermieter eine Mietzinsreduktion auszuhandeln,

- Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschub mit den Gläubigern von offenen Rechnungen zu vereinbaren.

Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen: Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akonto Beiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akonto Beiträge sind die AHV-Ausgleichskassen.

Soeben erreichte mich eine Email von Markus Hohl, welcher die Petition „Tausende Kleinbetriebe von Kurzarbeitsentschädigung ausgeschlossen, obwohl sie ALV Beiträge zahlen” mit diesem wertvollen Zusatz:

Bundesrat Maurer sagt es klar: wir haben Firmen, die können nicht bezahlen und andere warten auf das Geld und können dann auch nicht bezahlen. Das Ziel ist, dass derjenige, der etwas schuldet, bezahlen kann, damit derjenige, der das Geld zugut hat, auch bezahlen kann. Es geht um Liquidität, damit wir nicht in eine Negativspirale geraten, aus der wir nicht mehr herauskommen.

Wie macht man das, wenn innert Stunden zehntausende Gesuche eingehen? Mit Hilfe der eigenen Bank: sie schiesst als Überbrückung jene durch Corona entstandene Ausfälle vor. Die Bank zahlt, der Bund bürgt. Ganz wichtig: es geht nicht um zusätzliche Kredite oder Giesskannenzahlungen. Konkret werden die Arbeitgeber und Selbständige Kurzarbeitsentschädigungen oder EO-Zahlungen erhalten: bis diese berechnet und ausgezahlt sind, dauert es eine Zeit, die wir jetzt nicht haben. Die Bank schiesst vor und Sie zahlen zurück, wenn das Geld von den Ausgleichskassen eingeht. Sehr pragmatisch: Hut ab vor diesen sofort wirkenden Massnahmen, die wie Bundesrat Maurer deutlich sagt, besonders für Kleinbetriebe da sind.

Die konkrete Vorgehensweise kommt bis nächsten Mittwoch in Form von Weisungen und Notverordnungen, so dass die besagte Liquidität ab Donnerstag zur Verfügung steht. Bundesrat Maurer spricht davon, “zur Bank zu gehen”. Ich rate dringend, das per Mail oder Telefon zu machen, falls die Bank nicht bereits bis am Mittwoch an Sie gelangt: Social distancing.

Mit diesen Massnahmen werden wir die kommenden Wochen überbrücken! Wir schaffen das!
 
PS. Hast du Fragen, so sende bitte eine Email an mich.

Regula - 17:09 | Kommentar hinzufügen

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